Von den Windmühlen...

an manchen Tagen haben wir das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen, gegen die Zeit selbst zu laufen, uns selbst das Messer auf die Brust gesetzt zu haben. An manchen Tagen ist unser Leben nur die Summe der Einzelteile, und diese Summe erscheint so belanglos, so farb und formlos, dass wir nicht das Gefühl haben, an irgendetwas in unserem Leben festhalten zu wollen. So, als ob kein Sinn hinter irgendetwas stehen würde. Ich denke, wir leben von den Einzelteilen des Lebens. Von den Momenten, den Augenblicken, aber nicht vom großen Ganzen. Wir zehren nicht von der großen Gesamtheit sondern von den einzelnen Lichtblicken, die aus unserem gewöhnlichen Leben herausleuchten. An manchen Tagen zweifeln wir. Wir zweifeln an uns selbst und unserem Leben, an dem was wir tun und können, an den Dingen und Menschen die uns wiederfahren.
Und manchmal kommen wir uns vor wir Idioten, weil wir wünschen, dass alles gut wird.
Wir glauben, wir seien pathetic wei wir noch an Wunder glauben wollen.
Wir kommen uns lächerlich vor, weil wir noch wollen, dass das Unmögliche wahr wird.
Aber vielleicht ist es das war uns ausmacht. Dass wir alles versuchen, an alles glauben wollen. Um des Versuches selbst willen. Aus dem einen Grund, dass Unwahrscheinlichkeiten doch einmal eintreten und uns überraschen könnten, und unser Leben verändern ...

18.9.07 14:58

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Arnold / Website (20.9.07 14:55)
Es ist aus meiner Sicht nicht lächerlich an Wunder zu glauben, an irgendetwas muss man glauben, sei es der Glaube an Gott, Wunder, Wünsche die in Erfüllung gehen oder einfach eine spezielle Lebenseinstellung.

Ich finde, für Dinge die einem selbst sehr viel bedeuten ist es genau so, das man alles versuchen will um sie zu be-, erhalten oder zu erreichen. Dann sieht man über Fehler und andere Tatsachen hinweg die man sonst nicht übersehen hätte.
Aber das trifft sicher nicht für alles im Leben zu, da es viele Dinge gibt, die einfach keinen Stellenwert belegen. Diese sind wohl auch der Grund dafür, dass einem oft das eigene Leben belanglos vorkommt, da diese Dinge einfach viel häufiger vorkommen, als die die man erreichen will und nicht missen möchte im Leben.
Wenn man es sich genau überlegt dann sollten diese belanglosen Dinge sehr wenig Einfluss darauf nehmen, wie man sein eigenes Leben sieht, denn jeder andere ist ebenfalls damit konfrontiert, was deren Leben nicht anders gestaltet oder aufregender macht. Und da es ohnehin belanglose Dinge sind ... warum darüber Gedanken machen.

Zu den Unwahrscheinlichkeiten, die passieren tatsächlich immer wieder. Mit einem Beispiel aus meinem Leben. Ich kenne eine Person, die mich mit Sicherheit gehasst und verachtet hat nachdem ich wiedermal bewiesen hatte wie dumm ich sein kann. Dennoch - ich hätte es nie vermöglich gehalten - wurde mir meine Dummheit nicht auf ewig nachgetragen, auch wenn immer ein Funke Angst da ist, dass sich das wieder ändern könnte.
Andererseits, wäre es nicht langweilig, wenn diese Unwahrscheinlichkeiten nicht existieren würde und man nicht ab und an an etwas glauben müsste im Leben?

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