Monogamie

Monogamie. Angeblich soll es sie auch unter den Menschen noch geben, wenn auch als eine vom Aussterben bedrohte Verhaltensstruktur. Hautzutage hat Promiskuit?t ja schon fast einen Kultstatus oder zumindest schon fast Normalzustand erreicht, ein Partner ist langweilige - es lebe die Vielfalt.

Und dann kommt oft die Ausrede:"Der Mensch ist doch in Wahrheit ein Tier, und dazu konzipiert, das bestm?gliche Erbmaterial an seine Nachfahren weiterzugeben. Deshalb der gewaltige Partnerverschlei?. Und das mit der ewigen Liebe ist sowieso rein biologisch gesehn nur eine nette Finte, denn nach ungef?hr 4 Jahren l?st sich der Pheromonecocktail, der uns aneinander gebunden hat, in ein leises L?ftchen auf. (Also etwa zu dem Zeitpunkt, zudem eventueller Nachwuchs aus dem Gr?bsten heraus w?re.) Rein biologisch sind wir also gar nicht monogam veranlagt...."

Und jetzt stellt euch mal vor: es gibt Tiere die monogam sind. (Genauso wie es welche gibt die homosexuell veranlagt sind, aber dazu ein anderes mal) Schw?ne und F?chse zum Beispiel. Sie haben nur einen Partner und bleiben mit ihm zusammen bis an ihr Lebensende und dar?ber hinaus. Das hei?t wenn einer der beiden stirbt, so bleibt der Am-Leben-Gebliebene f?r den Rest seines Lebens allein zur?ck und sucht oder bindet sich an keinen neuen Partner. Eine sch?ne Geste eingentlich.

Nun, vielleicht sollte man die Idee mit der wahren, oder ewigen oder einzigen Liebe doch noch mal ?berdenken, denn vielleicht gibt es sie ja doch, man kann schlie?lich nie wissen...

4.1.06 20:27

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


'hell'lene / Website (4.1.06 23:36)
Weil ich mir nicht ganz sicher war, ob Monogamie jetzt bedeutet, nur einen Sexualpartner das ganze Leben zu haben, oder nicht mehrere zur gleichen Zeit, habe ich in Wikipedia nachgeschlagen. Richtig schlau bin ich aus meinem Gefundenen nicht geworden. Jedoch hab ich noch einen interessanten Absatz zu diesem Thema gefunden.

Auszug Wikipedia:
Schätzungen von Anthropologen über die Häufigkeit monogamer menschlicher Gesellschaften bewegen sich zwischen ca. 20 und 50 Prozent und leiden zudem unter dem Mangel, dass sie nur die gleichsam offiziellen Verhältnisse widerspiegeln, nicht aber die tatsächlich gelebte Praxis. Gleichwohl lassen sich diese Schätzungen dahingehend interpretieren, dass streng eingehaltene Monogamie eine eher seltene Verhaltensweise in menschlichen Gesellschaften ist.


Michi (27.10.07 13:48)
das gegenteil von promiskuität ist mono-normativität, welche ich persönlich aber ablehne, weil es imo zu einem verstärken besitzdenken und größerer abhängigkeit führt und sich probleme in einer beziehung aufstauen können. wenn angenommen ein partner wenig selbstwertgefühl hat und kein aufreißer ist, wird er den partner weniger oder kaum kritisieren und dieser die lage unterbewusst ausnutzen. wenn ein partner jedoch beziehungen zu mehreren anderen menschen hat, dienen diese als temporärer ort der geborgenheit bei schwierigkeiten oder als absicherung bei einer trennung.

siehe: Polyamorie

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