Über den 23 Dezember

Der 23 Dezember, ist normalerweise jedes Jahr der Tag, an dem ich erkenne wie böse der Alkohol ist, und dass es einfach nur wenig gesund ist, zu viel Martini so nebenbei zu trinken. Alkohol ist böse, besonders am 23 Dezember. Wenn man sich wieder mit alten Freunden trifft, über alte und neue Zeiten plaudert, und wieder einmal feststellt, wie sehr man sie doch eigentlich vermisst, die Freunde, die man schon sein halbes Leben lang kennt, und mit denen man so unwahrscheinlich viel Blödsinn und Erfahrungen gesammelt hat. Es sind einfach die Menschen, denen man nichts mehr vormachen kann, wenn das Leben großartig ist, dann ist es großartig, und wenn es das nicht ich, dann sind sie da, was immer auch kommen mag. Sie sind diejenigen mit denen man schon über Gott und die Welt gesprochen hat, mit denen man sich zum Narren gemacht hat, jeden Blödsinn ausprobiert hat, Träume gesponnen und verwirklicht hat. Sie sind es, die sich noch an die nachpubertären Traumen erinnern, die uns so widerfahren sind, an die langen durchzechten Nächte und an die Morgen danach.
Sie sind unsere Notfallhotline, unsere Seelenführsorge, unsere Mitträumer.

Einen Dank an all die Menschen, die immer da waren, auch wenn ich es manchmal nicht geglaubt habe.

26.12.06 16:43

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Arnold (1.1.07 19:21)
Man hält Freunde leider immer – das betrifft wohl jeden von uns – für selbstverständlich, dabei sind sie einige der kostbarsten Menschen die einen im Leben begleiten.

Besser hätte man es nicht beschreiben können.

„Das ist das Risiko mit Freunden. Man hofft, dass sie immer da sein werden, dass man immer diesen besonderen Draht zueinander haben wird. Aber manchmal haben sie die Angewohnheit einfach ohne ein Wort zu gehen. Manchmal treten sie von ihrem Status als Freund zurück, und werden wieder zu Bekannten. Und manchmal tritt einfach das Leben selbst zwischeneinander.“


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